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Cuba auf einen Blick



Im Sauseschritt von West nach Ost

Die Form der größten Antillen-Insel erinnert an eine schlanke Hand, die im Südosten aus einer kurzen Manschette ragt, ihre Finger in nordwestlicher Richtung schützend über die „Insel der Jugend“ wölbt und sich nur ein wenig strecken müsste, um Mexikos Halbinsel Yucatán anzutippen.
Die Topographie der 1.250 Kilometer langen, schmalen Insel wird großteils von fruchtbaren Ebenen bestimmt, in denen Zuckerrohr, Kaffee und Tabak angepflanzt werden; rund ein Viertel der Fläche ist von Bergketten bedeckt, die mit dem Pico Turquino (1.974 Meter) in der Sierra Maestra im äußersten Südosten die höchste Erhebung aufweisen. Gesäumt wird die Insel von dramatischen Steilküsten und kilometerlangen flachen Stränden, die stellenweise von dichten Mangrovenwäldern bewachsen sind.

Schläfrige Dörfer & sattes Grün
Pinar del Río heißt die westlichste Provinz, berühmt für ihre Tabakplantagen, deren Produkte weltweit eine große Anhängerschaft gefunden haben. Eine Atmosphäre von Gelassenheit und ländlicher Stille prägt die sattgrüne Landschaft der Provinz, was sie insbesondere wie geschaffen für den Ökotourismus macht. Berühmt unter ihren Naturschätzen ist das von Kalksteinkegeln „Mogotes“ beschattete Tal Valle de Viñales, das seit 1999 den UNESCO-Welterbetitel trägt. Über Hügelland, durch Weidegründe und Zuckerrohrfelder geht es durch die Provinz Havanna – vorerst – vorbei an der gleichnamigen Hauptstadt in die Region Matanzas, in der ausgedehnte Obstplantagen in weiten Ebenen das Landschaftsbild bestimmen, gesprenkelt mit bunt bemalten Bauernhäusern, deren Sonnenterrassen und Blumengärtchen von den Vorlieben ihrer Bewohner erzählen.

Sanfte Täler & ungezähmte Berge
Hügeliger wird es zwischen den Provinzen Villa Clara und Sancti Spiritus, in denen sich das ländliche Idyll mit Zuckerrohrfeldern und Viehweiden fortsetzt, bis hinter Camagüey der „wilde Osten“ erreicht ist, in dem sich Bergketten von einmaliger Schönheit aneinanderreihen. In dem ehemals dicht bewaldeten Landstrich wurden zwar weite Flächen für die landwirtschaftliche Nutzung gerodet, doch finden sich hier immer noch ausgedehnte Regenwälder, die in höheren Lagen in Bergwälder übergehen. Damit stehen herrliche Reviere für Naturfreunde bereit, die beim Trekking etwa in den Nationalparks Desembarco del Granma, Turquino und Sierra Maestra unberührte Wälder mit Mahagoni- und Trompetenbäumen, gigantischen Farnen und zahllosen Orchideenarten erkunden können. Im Osten ist der afrikanische Einfluss auf die Kultur am deutlichsten spürbar – beispielhaft dafür die Stadt Santiago de Cuba, die als „karibischste“ Stadt Cubas ihre Besucher mit einem reichen Kulturleben fasziniert.